Die tiefe Hocke – und warum jeder Mann sie meistern können sollte!

Es existieren unzählige Yogahaltungen (Asanas)! Mit welcher könnte man einen Blog beginnen? Der nach unten schauende Hund (Adho Mukha Svanasana), oder der Sonnengruß (Surya Namaskar)? Nehmen wir eine, mit der jeder interessierte Leser gleich einmal bei sich selbst testen kann, was Stand der Dinge ist, wenn es zum Thema Flexibilität kommt: die tiefe Hocke (Malasana).

Warum gerade diese Haltung? Muss man(n) die denn können? Ja, man(n) muss! Sie gehört nämlich zu den Haltungen die ein Mensch instinktiv einnimmt.

Beobachtet man Kleinkinder bei ihrem Prozess das Laufen zu erlernen. Zuerst wird so ein Kind versuchen aufzustehen und stehen zu bleiben. Klappt das wird ein Fuß vor den Anderen gesetzt. Funktioniert auch das wird man(n) schon gerne einmal „überheblich“ und steigert das Tempo. Zwei Szenarien gibt es nun.

A) Das Kind kann noch nicht verlangsamen und fällt – nach vorne, nach hinten – auf jeden Fall auf den Boden.

B) Das Kind fühlt die Unsicherheit, weil noch neu, verlangsamt und . . . begibt sich in eine tiefe Hocke. Dort findet das Kind sein Gleichgewicht – und das ist nicht beigebracht sondern ein Urinstinkt. Fühlt es sich sicher, werden die Beinchen wieder gestreckt, das Kind steht und läuft wieder ein paar Schritte.

Dies bedeutet was im Umkehrschritt? Das JEDER EINZELNE MENSCH einmal mühelos in der Lage war, in die tiefe Hocke zukommen.

Ich schätze das 90% der Leser – zwischen 15 und „Ende offen“ nicht mehr mühelos in eine tiefe Hocke kommen können geschweige denn länger als 5 Minuten in ihr verweilen können ohne sie als unangenehm bis sehr unangenehm zu empfinden.

Ein Zeichen der bereits vorschreitenden Verkürzung der Rückseite der Beine durch zu viel Sitzen. Sitzen ist das neue Rauchen!

Wenn zu einer sitzenden Tätigkeit (diese reicht von einem klassischen Bürojob, über den Taxifahrer bis zum Piloten) dann noch sehr gerne das Laufen dazukommt . . . die Antwort kann und darf sich jeder selbst geben.

Aus diesem Grund halte ich Yoga für eine so unendlich wichtige Form der Bewegung. Ja, ich weiß, Yoga ist so viel mehr! Aber auf diesem Blog geht es um Yoga für den Mann. Den Typ-Mann der alles machen würde – nur nicht Yoga. Der Yoga mit J (JOGA) schreibt, statt mit Y. Der sich unter Yoga viele langweilig bis schlimme Dinge vorstellt. Nur nicht das, was Yoga auch sein kann – eine Form der Bewegung oder Gymnastik für Erwachsene. Darum geht es.

Also lade ich an dieser Stelle einmal jeden Leser ein, in eine tiefe Hocke zu gehen.

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